Hafen
Reede, Marina und Hafenrundfahrt
Hinter den Digues der Reede liegen Fährterminal, Kreuzfahrtkai, Cité de la Mer und der Yachthafen Port Chantereyne. Die Reede zählt zu den größten künstlichen Reeden, die je gebaut wurden. Eine Rundfahrt zeigt sie vom Wasser aus.
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Die Reede von Cherbourg
Die Reede von Cherbourg ist eine durch Wellenbrecher geschützte Wasserfläche von über 1.500 ha vor der Stadt. Sie zählt zu den größten künstlichen Reeden, die je gebaut wurden. Die Wellenbrecher heißen hier Digues. Hinter ihnen liegen Fährterminal, Kreuzfahrtkai, Fischerei- und Handelshafen sowie der Yachthafen Port Chantereyne.
Am längsten wurde an der zentralen Digue gebaut: Die Arbeiten begannen 1783 und endeten 1853. Mit ihren Forts ist sie 3,7 km lang. Die Ostdigue entstand 1890-1894, die Westdigue 1889-1896. In der kleinen Reede kamen die Digue du Homet (1899-1914) und die Digue des Flamands (1921-1922) hinzu.
Einen Blick über Stadt und Reede hast du vom Fort du Roule auf 117 m Höhe. Vom Strand von Collignon im Osten der Stadt siehst du auf die Digues und Forts.
Digues und Forts
Entlang der Reede stehen mehrere Forts:
- im Westen die Forts von Querqueville und Chavagnac
- auf der zentralen Digue je ein Fort an beiden Enden und eines in der Mitte
- im Osten das Fort de l'Île Pelée
Die zentrale Digue, auch Digue du Large genannt, wurde ab dem Ende des 18. Jahrhunderts auf offener See gebaut. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs hatte sie eine militärische Rolle. Seit 2021 stehen die Digues und Forts als Monument historique unter Denkmalschutz. Die meisten gehören der Marine nationale, die Forts von Querqueville und Chavagnac sind in Privatbesitz, das Fort de l'Île Pelée gehört Ports de Normandie.
Drei Häfen in einer Bucht
Der Hafen hat mehrere Aufgaben nebeneinander: Fischerei mit eigener Fischauktion, Handel, Offshore-Energie, Kreuzfahrt und Fähren nach England und Irland. Die Zufahrt erlaubt 14 m Tiefgang und ist rund um die Uhr möglich. Seit dem 1. Januar 2022 betreibt die SPL Cherbourg Port den Hafen per Konzession.
Für Reisende zählen drei Bereiche:
- Fährterminal: Die Gare maritime transmanche ist seit Juni 1994 in Betrieb. Brittany Ferries fährt von hier nach Portsmouth und Rosslare, Irish Ferries nach Dublin. Routen, Check-in und Anfahrt stehen unter Fähren ab Cherbourg.
- Kreuzfahrtkai: Am rund 600 m langen Quai de France legen Kreuzfahrtschiffe an. Eine überdachte Fußgängerbrücke führt direkt in die frühere Gare maritime transatlantique. Was du bei einem kurzen Aufenthalt schaffst, steht unter Landgang.
- Yachthafen: Port Chantereyne liegt am historischen Zentrum und ist der Hafen für Segel- und Motorboote.
Gare maritime und Cité de la Mer
Die Gare maritime transatlantique ist ein Art-déco-Bau des Architekten René Levavasseur. Sie wurde 1933 eingeweiht, 1944 zerstört und 1952 wieder aufgebaut. Seit 1989 steht sie als Monument historique unter Denkmalschutz.
2002 eröffnete im Gebäude die Cité de la Mer. Zugleich dient es als Kreuzfahrtterminal: Die Passagiere kommen in der früheren Gepäckhalle an, die heute zur Cité de la Mer gehört. Von hier sind es Luftlinie rund 1,0 km bis zur Place du Général de Gaulle in der Altstadt.
Port Chantereyne
Port Chantereyne wurde 1975 gegründet und hat rund 1.600 Liegeplätze, davon 190 für Gastboote. Sie verteilen sich auf vier Becken: Bassin Chantereyne, Quai de Caligny, Bassin du Commerce und Port de l'Épi. Die Einfahrt ist unabhängig von der Tide rund um die Uhr möglich.
Zur Ausstattung gehören:
- eine Tankstelle, die mit Karte rund um die Uhr nutzbar ist
- kostenloses WLAN an den Stegen
- Sanitäranlagen an vier Stellen, alle barrierefrei
- ein 40-t-Travellift und kostenlose Slipanlagen
Der Hafen trägt die Blaue Flagge und die Auszeichnung 5 Gold Anchors. Zu den Regatten gehören der Drheam Cup in geraden Jahren und das Rolex Fastnet Race in ungeraden Jahren. Das Bureau du port ist im Juli und August täglich von 8 bis 21 Uhr besetzt, von Oktober bis März montags bis samstags von 8 bis 12 Uhr und von 13:30 bis 17 Uhr.
Vor dem Bureau du port steht eine Station für Leih-E-Bikes. Bis zur Tourist-Info am Quai de Caligny sind es Luftlinie rund 740 m.
Die Reede vom Wasser aus
Eine Rundfahrt durch die Reede bietet Hague à Part an. Die Fahrt dauert rund eine Stunde, das Schiff „Adèle“ nimmt bis zu 82 Personen mit. Abfahrt ist am Pont Tournant am Quai Lawton Collins im Zentrum oder an der Cité de la Mer.
Fahrtermine und Preise findest du auf der Angebotsseite des Tourismusbüros. Weil eine Abfahrtsstelle an der Cité de la Mer liegt, passt die Fahrt auch zu einem Landgang.